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Buchempfehlung: Die Yoga-Kriegerin von Ana T. Forrest



„Schau dir deine Welt an. Wie wunderbar ein Baum doch ist! Beachte doch mal das Muster der Rinde, die neuen Blätter, die bizarren Wurzeln, die über den Gehsteig drängen, anstatt dich darauf zu konzentrieren, sie als ein Ärgernis zu sehen, über das du gestolpert bist. Musstest du wirklich erst darüber stolpern, um sie zu sehen? Blick in den Himmel, die Wolken, die Sterne; schwelge in ihnen. Schau dir diese fabelhafte, mysteriöse Welt an, in der wir leben. Warum solltest du nicht das Heilige und das große Mysterium berühren, wenn du dir einen Kaffee holst? Du kannst das Leben Moment für Moment reichhaltiger gestalten – Das Ungewöhnliche liegt im Gewöhnlichen.“ Ana T. Forrest


Die Yoga-Kriegerin von Ana T. Forrest ist ein sehr persönliches Werk, in dem sie tiefe Einblicke in ihr Leben gibt.

Sie wurde 1956 in New York geboren und war, wie sie selbst beschreibt ein merkwürdig aussehendes Kind, epileptische Anfälle, Depression und Bulimie gehörten zu ihrem Alltag.

Um sich von ihren Schmerzen, die immer stärker wurden zu befreien, nahm sie mit 14 Jahren das erste Mal an einer Yogastunde teil. Davon begeistert, folgte die Yogalehrer Ausbildung und damit der kalte Entzug von Drogen und Alkohol. Sie ist seit ihrem 18. Lebensjahr weltweit als Yogalehrerin tätig. Prägend waren für sie, neben der Arbeit als Yogalehrerin auch ihre Zeit in Indien, das Indianer Reservat, die Ausbildung zur Heilerin.

Ihr einziger Halt und Geborgenheit als Kind waren die Pferde - mit bereits sechs Jahren half

sie im Stall aus und fand dort Sinn und auch Stärke.


Sie wandelte sukzessive ihre Angst um. Angsttraining bezeichnete sie diese Momente. Sie begann absichtlich Dinge zu tun, vor denen sie schreckliche Angst hatte. „Erkenne die Angst, pirsch dich an sie an, finde Heilung in der Angst und kuschle dich an deine Angst“. Sie beschreibt in den Kapiteln wie man vom Opfer zum Jäger wird und seine Ängste und Leiden erkennen kann, dem Tod ins Auge blicken und sich für das Leben entscheiden soll, zu kämpfen und so seinen Spirit finden kann.

Besonders die Authentizität und ihre Selbsterfahrungen sind es, die mich sehr von Ana T. Forrest begeistern und inspirieren lassen. Eine wunderbare Frau und zu Recht eine „Yoga-Kriegerin“, wenn man bedenkt was sie alles durchleben musste und daraus diese Stärke, Persönlichkeit, Inspiration und Lehre für viele Menschen entwickelte. Mir gefällt ihre direkte und „bodenständige“ Art zu schreiben und ihr Stil, von dem ich einiges für mich persönlich und meine Yogastunden mitnehmen kann.

Genau ihre Anfangsworte machen das Leben doch aus. Wir sind immer auf der Suche und irren unzufrieden durch das Leben, lassen uns hetzen und über uns bestimmen und wollen immer mehr als wir schon haben, derweil, liegt doch das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen! Wir müssen einfach wieder lernen auf unseren Körper, auf unser Empfinden, auf unser wirkliches ICH zu vertrauen – unseren Spirit finden und dem folgen!


„Ein letztes Geschenk für dich selbst: Nutze drei kostbare Wahrheiten deines Lebens und flechte daraus ein Band aus drei Fäden durch deine Mitte. Der erste Faden: spüre die Wahrheit, dass du geliebt wirst. Der zweite: Fühle, dass du die Eigenschaft besitzt, Liebe für andere zu entwickeln. Der dritte: Fühle Dankbarkeit für das, was du in deinem Leben hast. Tu es jetzt!“ (S. 344)

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