Warum sollte bereits im Kindesalter mit Yoga begonnen werden?

Kinder sind in der heutigen Zeit, wie auch Erwachsene, auf unterschiedlichen Ebenen physisch, mental und geistig vielen Belastungen ausgesetzt. Sie verbringen oft viel Zeit im Sitzen, vor dem Fernseher oder Computer – ein Mangel an Bewegung und eine starke mentale Reizüberflutung sind dadurch vorprogrammiert. Yoga kann hier einen Ausgleich schaffen. Die Kombination der traditionellen Yogalehre mit moderner Pädagogik können Kinder in ihrer gesamten Entwicklung umfassend unterstützen. Spielerisch und ohne Leistungsdruck werden sie mit Hilfe von Asanas, den klassischen Yogapositionen, zu einer natürlichen aufrechten Körperhaltung hingeführt. Durch bestimmte Atemtechniken werden die bewusste Wahrnehmung und Schulung des Atemflusses unterstützt. Das Erleben von Entspannung und Konzentration, Ruhe und Bewegung, kann für Schule, Kindergarten, dem Alltag oder in Stresssituationen sehr hilfreich sein.


Wie gestalte ich eine Kinderyoga Einheit?

Jede Einheit baut auf ein bestimmtes Thema auf (Jahreszeiten, Tier- und Pflanzenwelt, Gefühle, mein Körper, Kultur, Reisen, Phantasie, Märchen, Prinzessinnen…)


Asanas werden mit Hilfe von Geschichten, Liedern, Versen, Büchern, Yogakarten etc spielerisch vermittelt. Kinder lernen die Yogaübungen durch Beobachtung, Nachahmung und Wiederholung. Beim Erlernen der Übungen sollen möglichst viele Sinne angeregt werden und beide Gehirnhälften inspiriert werden (Logisches Denken/Sprache und Fantasie/Gefühle). Kinder können sich so in die Asanas hineinversetzen.


Partnerübungen und gruppendynamische Spiele vermitteln Achtsamkeit, Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen. Es wird gelernt eigene Grenzen und die des Gegenübers wahrzunehmen.


Entspannungsphase – hier erleben die Kinder nach der körperlichen, aktiven Bewegungsphase bewusste Passivität. In der Ruhe und Stille werden Erlebnisse verarbeitet, eingeordnet und das vegetative Nervensystem kommt zur Ruhe. Ein bewusstes Wahrnehmen zwischen Anspannung und Entspannung wird geschult. Autogenes Training, Muskelentspannungstechniken, Bodyscans, Phantasiereisen und altersgerecht eingeleitete Meditationen werden in dieser Phase in der Kinderyogastunde eingesetzt. Bei den ganz Kleinen kann Malen oder einfach lauschen einer Geschichte mit einer Meditation gleich gesetzt werden.


Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es Kindern ganz leicht fällt, sich in ein Spiel, eine Geschichte, die Asanas, die Entspannung zu vertiefen und voll und ganz darin aufzugehen - Kinder leben im Moment - im Hier und Jetzt - nicht im Gestern und auch nicht im Morgen

Das sind Momente, Erlebnisse wo wir Erwachsene sehr viel von Kindern lernen können.


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©2019 by Pamela Trenz