Yoga und Meditation bei Stress, Angst und Burnout

In einer Gesellschaft, wo der Leistungsdruck immer größer wird, der Mensch an sich, immer mehr in den Hintergrund rückt – Profit, Performance und knapp bemessene Deadlines immer mehr in den Vordergrund rücken, nehmen psychische Erkrankungen zu. Burn Out und andere chronische Erschöpfungssyndrome sind präsent. Gleichzeitig sind Erkrankungen der Psyche immer noch stigmatisiert. Mensch MUSS funktionieren – egal wie!

Wie kann Yoga, Pranayama (Atemtechniken) und Meditation die psychische Gesundheit fördern

Stress findet auf körperlicher Ebene statt. Betrachten wir mal genauer unser vegetatives Nervensystem. Dafür spielen Sympathikus, Parasympathikus und das enterische Nervensystem (Darmnervensystem) perfekt zusammen.


Der Sympathikus gibt dem Körper den Impuls zu kämpfen oder zu flüchten (in der Steinzeit überlebenswichtig) – sprich der Organismus wird auf körperliche und geistige Leistungen vorbereitet. Das Herz schlägt schneller und kräftiger, der Blutdruck wird erhöht, die Atemwege weiten sich, die Darmtätigkeit wird gehemmt und das Stresshormon Cortisol wird vermehrt ausgeschüttet.

Allerdings bewirken oben genannte Faktoren in unserer Gesellschaft, wie Leistungsdruck, knappe Deadlines, permanente Erreichbarkeit eine hohe Stressbereitschaft unseres Körpers. Dieser schüttet hohe Mengen an Cortisol aus. Bluthochdruck, Schlafstörungen und auch Gewichtszunahme sind die Folge. Im schlimmsten Fall kann ein permanent erhöhter Stresslevel Angstzustände und Burnout auslösen.

Der Parasympathikus hingegen steuert Ruhe, Regeneration und den Aufbau körpereigener Reserven. Er aktiviert die Verdauung, kurbelt verschiedene Stoffwechselvorgänge an und sorgt für Entspannung.

Yoga schult „das sich spüren lernen“ und wirkt stimulierend auf den Parasympathikus, der für die Entspannung zuständig ist. Die Atemübungen fördern die Achtsamkeit und helfen, mit Stress und Belastung besser umzugehen.

In meinen Yogastunden erlernen meine Schüler Techniken, die sie auch in den Alltag integrieren können. Vor allem Atemtechniken und Mini Meditationen sind gut vor belastenden Situationen anwendbar.

Eine Studie der Universität Harvard (2011) zeigt, dass schon eine tägliche Meditationspraxis (ca. 27 Minuten) über einen Zeitraum von acht Wochen das Wohlbefinden deutlich steigern kann und der Stresslevel spürbar sinkt. Man konnte zeigen, dass Zellen im Hippocampus, dem Teil des Gehirns, der für Bewusstsein und Mitgefühl zuständig ist, verdichten und im Gegensatz die Zelldichte in der Amygdala (verknüpft mit Stress und Angst) abnimmt.





Quellen:

https://www.yogaeasy.de/artikel/yoga-bei-psychischen-krankheiten?utm_medium=socialmedia&utm_source=facebook&utm_campaign=kw0919_content_artikel&utm_content=extern&fbclid=IwAR0qFKwBEnnM0SZeSjL-BAi9UNe7eOs99724_Rf_73ynIpRqbEpSxqX1lSA


https://news.harvard.edu/gazette/story/2011/01/eight-weeks-to-a-better-brain/


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©2019 by Pamela Trenz